Wenn Anfangen schwerfällt – zwischen Blockaden, Zweifeln und dem Glauben an die eigene Vision

Wenn Anfangen schwerfällt – zwischen Blockaden, Zweifeln und dem Glauben an die eigene Vision

Ein ehrlicher Blick auf die letzte Woche

Noch vor einer Woche war ich mir sicher: Ich kenne meine nächsten Schritte. Ich weiß, was zu tun ist. Ich war motiviert und bereit weiterzumachen.

Und doch – sieben Tage später – hat sich kaum etwas getan. Immer wenn ich mich an den Laptop setze, passiert… nichts. Keine Bewegung. Kein Anfang. Nur eine Art unsichtbare Wand zwischen mir und meinen To-dos.

Wenn Anfangen plötzlich schwerfällt

Ich frage mich: Was hält mich auf? Ist es eine Blockade? Oder ist es Angst?

Vielleicht die Angst, wieder in den Teufelskreis aus zu viel Arbeit zu rutschen – in dieses Gefühl, funktionieren zu müssen, statt zu fühlen. Vielleicht eine Angst, die leise ist, aber stark genug, um mich auszubremsen.

Es läuft oft so ab: Ich starte den Laptop, öffne alles, was ich brauche – und dann… greife ich zum Smartphone. Oder mir fällt ein, dass ich noch etwas anderes erledigen wollte. Oder ich verschwinde in der Küche und hole mir Snacks. Bis ich irgendwann den Laptop wieder zuklappe und mich aufs Sofa setze und Netflix anmache.

Mein Kopf sagt „Mach“. Mein Körper sagt „Nein“.

Zwischen Wollen und Können

Ich habe diese lange To-do-Liste, und ein Teil von mir will unbedingt vorankommen. Will wieder kreativ sein, etwas bewegen, den nächsten Schritt gehen. Aber ein anderer Teil bleibt stehen. Zieht die Bremse, bevor ich Gas gebe.

Und genau hier entsteht die Zerrissenheit: Ich möchte akzeptieren, dass mein Körper vielleicht gerade eine Pause einfordert. Aber gleichzeitig sehne ich mich nach Fortschritt, nach Bewegung.

Zweifel, Last und One-Woman-Show

Und dann kommen da noch zusätzlich die Zweifel, die sich immer wieder leise dazwischen schieben: Wie soll ich das alles schaffen? Weil die Wahrheit ist: Ich bin eine One-Woman-Show.

Ich mache alles selbst. Den Shop pflegen, die Produktideen, die Rechnungen und Steuern, Social Media, Content Erstellung, den Aufbau einer Community, Kundenkommunikation – einfach alles und noch so viel mehr.

Und das parallel zur Care-Arbeit. Es ist wirklich nicht einfach.

Manchmal frage ich mich, wie das funktionieren soll. Wie ich das schaffe. Wie ich all das jonglieren kann, ohne mich selbst zu verlieren.

Ich weiß, dass die ersten ein, zwei Jahre hart werden. Ich weiß, dass ich wahrscheinlich bei null rauskomme. Aber ich glaube an dieses Projekt. Ich glaube an die Vision. Und wenn ich zurückblicke, sehe ich: Ich habe es schon so weit geschafft.

Das reicht mir im Moment als Beweis, dass ich weitermachen darf – in meinem Tempo.

Vielleicht ist es keine Schwäche

Vielleicht ist diese Blockade kein Zeichen von Versagen, sondern ein Zeichen von Überlastung. Ein Schutzmechanismus. Ein leises „Stopp“, bevor ich mich erneut überarbeite.

Denn Stillstand entsteht selten aus Faulheit – oft aus Erschöpfung. Aus Angst, wieder über die eigenen Grenzen zu gehen. Oder aus dem Bedürfnis nach innerer Neuordnung.

Vielleicht ist genau das gerade mein Prozess. Nicht angenehm, aber notwendig.

Ein kleiner Schritt reicht

Ich glaube, es geht gerade nicht darum, große Sprünge zu machen. Es geht darum, überhaupt loszugehen – selbst wenn nur in winzigen Schritten.

Vielleicht wird es morgen leichter. Vielleicht nächste Woche. Vielleicht zeigt sich der Weg erst dann, wenn ich endlich aufhöre, ihn erzwingen zu wollen.

Bis dahin versuche ich, meinem Bauchgefühl zu vertrauen. Mir selbst zuzuhören. Und anzunehmen, dass Stillstand manchmal der Anfang von etwas Neuem ist – und nicht das Ende.

Eure Natalia

Zurück zum Blog